Nach dem 24. Februar 2024 klang Poesie irgendwie unangebracht. Es schien, als hätten Gedichte in dieser Zeit, in dieser Wirklichkeit etwas Fragwürdiges bekommen.
Doch dann waren ein paar Monate seit dem Beginn des großen Krieges vergangen – und allmählich kam die Sprache zurück. Sie musste etwas Neuem, etwas Wichtigem Klang verleihen, sie musste einen Ausweg finden.
Die Sprache hat sich als stark genug erwiesen, das Schweigen zu überwinden.
Serhij Zhadan