Hoch über Metropolis thront Joh Fredersen, der die Stadt der Zukunft kontrolliert und alle politische und wirtschaftliche Macht besitzt. Unter der Erde müssen die Arbeiter wie Sklaven für ihn schuften. Doch ausgerechnet sein Sohn Freder verliebt sich in Arbeiterführerin Maria. Gleichzeitig arbeitet der Erfinder Rotwang an einem stählernen Roboter, dem er auf Fredersens Anweisung das Aussehen von Maria gibt. Als der Roboter die Arbeiter aufwiegelt und diese ihre Maschinen verlassen und Metropolis überfluten, steht die Stadt der Zukunft vor dem Untergang …
METROPOLIS von Fritz Lang aus dem Jahr 1927 gehört zu den einflussreichsten Klassikern und wurde als erster Film ins Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Die Schreckensvision einer mechanisierten Massen- und Klassengesellschaft wurde zum Stil prägenden Vorbild für Science-Fiction-Filme und die Popkultur.
Deutschland 1925/26
Regie: Fritz Lang
Buch: Thea von Harbou
Kamera: Karl Freund, Günther Rittau
Darstellende: Brigitte Helm, Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Heinrich George, Rudolf Klein-Rogge, Theodor Loos
153 Minuten
FSK: ab 16
Begleitet wird unsere Aufführung durch das Gramm Art Project aus Griesheim.
Julian Gramm – Gitarre
Thomas Bugert – Kontrabass
Henrike Sommer – Synchrongeräusche
Das Gramm Art Project kombiniert bei seinen Stummfilmkonzerten historische Kinofilme mit moderner, jazzig-avantgardistischer Klanggestaltung, das resultierende Gesamterlebnis beeindruckt die Zuschauer auf eine gänzlich neue und einmalige Art und Weise. Gleichermaßen Liebhaber des klassischen Lichtspiels als auch Jazzfans kommen hier auf ihre Kosten, die Inszenierungen sind jedoch so zeitlos, dass alle, ob jung oder alt, aus dem Staunen nicht herauskommen, wenn die visuellen und auditiven Reize zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk verschmelzen. Auf Grund des Wechsels zwischen eigens komponierter Filmmusik und improvisierten Szenen bleiben die Vorführungen auch bei mehrmaligem Betrachten stets fesselnd und abwechslungsreich.
So spannend wie der Film ist seine Geschichte. Bereits vor dem Kinostart wurde METROPOLIS das Opfer von Verstümmelungen, die Premierenfassung galt trotz intensiver Recherchen über Jahrzehnte hinweg als verschollen und verloren. Erst als 2008 Filmmaterial in Buenos Aires entdeckt wurde, ließ sich das Meisterwerk mit mehr als 20 bisher fehlenden Minuten nahezu vollständig rekonstruieren. Die Murnau-Stiftung und ihre Partner leisteten dabei Pionierarbeit, denn das gefundene Material, das auf eine argentinische Verleihkopie aus den 1920er Jahren zurück geht und in den 70ern mangelhaft umkopiert worden war, musste in bisher neuartiger Weise digital restauriert werden. Die Mühe hat sich gelohnt: Durch die neu eingefügten Teile unterscheidet sich Metropolis von den früheren, deutlich kürzeren Fassungen aus den Jahren 1988 und 2001. Sie geben der Geschichte eine neue Balance und lassen die menschlichen Handlungsmotive vor der atemberaubenden Science-Fiction-Kulisse hervortreten: die Rivalität zwischen dem Herrscher und dem Erfinder sowie die Freundschaft des Sohnes des Regenten zu den Beherrschten und Gedemütigten.
Ein Film aus dem Bestand der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung (www.murnau-stiftung.de) in Wiesbaden
MetropolisKoKi - Stummfilm mit Live-Musikbegleitung
Samstag, 13.12.25
20:00 Uhr
Kategorien:
Koki
Ort:
Großer Saal
Preise ab:
- Abendkasse: 15,00 €
Veranstalter:
Kommunales Kino e.V.
Kalendereintrag:



