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Der Schützenhof übersteht selbst eine
Krise in den 70er/80er Jahren des nächsten Jahrhunderts.
Renovierungen sind nötig, doch der Betrieb der Veranstaltungshalle
rechnet sich für die Besitzer nicht mehr. Die Stadt springt
finanziell in die Bresche. Sie kauft das Gebäude und verpachtet
es. So gelingt es, den großen Saal für Achim zu erhalten.

Ein neues Kapitel des Schützenhofes wird in den 80er
Jahren aufgeschlagen. Ein Gruppe von Privatleuten aus Achim schickt
sich an, kontinuierliche kommunale Kulturarbeit in der Kleinstadt am
Rande Bremens zu organisieren. Der Gebäudetrakt mit Wohnhaus,
Gaststätte und Festhalle scheint hierfür die geeignete
Räumlichkeit. Nach vielen Diskussionen und Überzeugungsarbeit
war es im Herbt 1986 soweit: Der Rat der Stadt Achim beschließt,
den Schützenhof zu renovieren und als Kulturhaus zu nutzen.
Eine Arbeitsgruppe aus interessierten Verbänden und
Einzelpersonen unter der Führung von Bürgermeister Christoph
Rippich begleitet den Umbau des Hauses und entwickelt ein Konzept
für dessen Nutzung.
Ein Verein wird gegründet und übernimmt seitdem die
Trägerschaft für das Haus. Im April 1990 wird das Kulturhaus
Alter Schützenhof, kurz KASCH, mit dem Einzug der Musen feierlich
eröffnet.
In dem Maße, wie das Kasch zum Publikumsmagneten
wächst, schwinden die Vorbehalte gegen das Haus. Es entwickelt
sich zu einem Marktplatz, auf dem die unterschiedlichsten kulturellen
Lebensentwürfe zu bestaunen sind. Heute treffen sich rund 68
Gruppen regelmäßig im Kulturhaus. Es noch
mehr werden, denn die bisherigen drei Räume und der Saal des KASCH
sind vor kurzem um einen kleinen Saal, ein Atelier und einen
Seminarraum erweitert worden.
Die große Veranstaltungshalle von Johann Bischof ist
inzwischen Geschichte. Denn den Zahn der Zeit hatte sie nicht abwehren
können: Altersschwach musste sie im Juni 2002 abgerissen werden.
Sofort ist sie jedoch durch einen neuen Saal ersetzt worden. Denn an
der Idee des Johann Bischof, eine große Halle für alle
Achimer zu schaffen, hat niemand gerüttelt.
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